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März 2010: Denn sie kennen keine Gnade
Für jede falsche Antwort bestrafen die Fragesteller
den Kandidaten mit einem Stromstoß: Das war die Idee
einer TV-Quizshow in Frankreich. In Wahrheit ging es
um die Frage: Zu welchen Grausamkeiten lassen sich
Menschen unter dem Druck des Fernsehens treiben?
In Deutschland waren im vergangenen Jahr 7,6
Millionen Menschen auf Geld vom Staat angewiesen, um
ihren Lebensunterhalt zu bestreiten – das ist
jeder Elfte. Die meisten erhielten Hartz
IV. Verglichen mit dem Vorjahr brauchten aber fünf
Prozent weniger Menschen existenzsichernde Hilfe des
Staates.
Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht heute die
neuen Arbeitsmarktzahlen. Experten erwarten einen
Anstieg der Erwerbslosenzahl. Unterdessen zeigt sich,
dass in den DAX-Konzernen während der
Wirtschaftskrise bis zu 125.000 Menschen ihren Job
verloren – durch Altersteilzeit,
Einstellungsstopp, auslaufende Zeitverträge.
November 2009: Jeder zehnte Bürger auf staatliche Hilfe angewiesen
Rund 8,1 Millionen Menschen in Deutschland haben Ende
2007 staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen. Das
entspricht fast zehn Prozent der Bevölkerung; in den
Stadtstaaten waren es wesentlich mehr, in Berlin
sogar 20 Prozent. Die Transferleistungen kosteten im
Jahr 2007 bundesweit 41,6 Milliarden Euro.
Oktober 2009: Gestohlene Maultaschen kosten den Job
Im Maultaschen-Streit hat das Arbeitsgericht
Radolfzell am Bodensee ein Urteil gefällt: Eine
58-jährige Heim-Mitarbeiterin in Konstanz verliert zu
Recht ihre Arbeitsstelle, weil sie sechs Maultaschen
im Wert von drei bis vier Euro abgezweigt hatte.
Oktober 2009: Krise kommt bei
Sozialversicherungen an
Vor allem ein dickes Minus bei der Bundesagentur für
Arbeit (BA) hat das Defizit der gesetzlichen
Sozialversicherung im ersten Halbjahr 2009 deutlich
ansteigen lassen: auf 9,2 Milliarden Euro. Die BA
musste große Summen für Arbeitslosengeld und
Kurzarbeit überweisen.
Oktober 2009: Globalisierung schafft vornehmlich prekäre Jobs
Die Globalisierung hat den Menschen in den
Entwicklungsländern einer UN-Studie
zufolge keine besseren Arbeitsbedingungen
gebracht. Der Anteil der Niedriglohnjobs ohne soziale
Absicherung sei teils sogar gestiegen. Dies mache die
Volkswirtschaften anfälliger für Krisen, so die
Experten.
Juli 2009: EU-Bericht: Jährlich verschwinden Tausende Kinder
Tausende Kinder verschwinden jedes Jahr aus
europäischen Flüchtlingslagern. Zu diesem Ergebnis
kommt ein Bericht der EU-Grundrechteagentur. Die
meisten würden ausgebeutet – auf dem
Arbeitsmarkt, durch Betteln, Prostitution oder
Organ-Entnahme.
Alleinerziehende in Deutschland haben ein erhöhtes
Armutsrisiko und sind öfter und länger auf staatliche
Hilfen angewiesen als andere Haushalte. Laut einer
neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung benötigen 40 Prozent der
Alleinerziehenden Hartz IV.
Mai 2009: Deutschland schröpft die Geringverdiener
Wer in Deutschland wenig verdient, zahlt im
internationalen Vergleich auch noch besonders viel
Steuern und Sozialabgaben. Das trifft laut einer
OECD-Studie vor allem Paare mit Doppeleinkommen und
Alleinstehende. Spitzenverdiener werden seit Jahren
entlastet.